Bereits klingelt wieder der Wecker, obwohl man sich doch erst zur Ruhe begeben hat? Die Auftaktpartie in Wängi um 9.00 Uhr bot manch einem Toggenburger die Aussicht auf ein gehöriges Schlafmanko. Diejenigen, welche dann auch tatsächlich dem Ruf des Weckers folgten, konnten zur Abwechslung wieder einmal einen Derbysieg gegen Wängi bejubeln. Gegen Embrach fehlte schliesslich etwas die Kraft und auch das Quäntchen Glück, dennoch waren kaum enttäuschte Gesichter zu sehen, welche Wängi noch vor Mittag wieder verliessen.

Wängi – Gebannt wartete die erste Fuhr United-Spieler um Flavour Flave frühmorgens auf die tatsächliche Besetzungszahl der Herren-II-Mannschaft. Schlussendlich waren es doch 13 Akteure, welche den Weg ins Thurgi fanden. Weitere Spieler fehlten aus trefflichen (Oli4, Partyboy), nachvollziehbaren (Zwicker, Peter, Egli, Kilae) oder doch eher zweifelhaften (der Anstand gebietet Schweigen) Gründen. Rasch war eine plausible Aufstellung gefunden, und noch ehe der Kirchturm halb neun schlug, befand man sich in der eisigen Halle im Einspielprozess. Einzig Mischa freute sich über das Temperaturgefälle, hinderte es ihn doch nach einer vorausgegangenen Schlafdauer im Minutenbereich am Wegdösen.
Im Startspiel stand einmal mehr der Klassiker gegen Wängi statt – die Hintergründe dürften der Leserschaft bestens bekannt sein. Für einmal fanden die Toggenburger gut in die Partie, nach kurzer Spielzeit konnte Choller auf Zuspiel von Brägger einen Kracher im Wängi-Gebälk unterbringen. Jedoch blieb man auch diesmal nicht vor teils kuriosen Gegentreffern gefeit, so dass Wängi rasch die Partie wieder drehen konnte. Eine weitere Granate von Choller – diesmal konnte sich Silvestri einen Punkt für das Assist notieren – und ein neuerliches Gegentor von Wängi besiegelten den 2:3-Pausenstand aus Sicht von United. Nach dem mürrischen Seitenwechsel entwickelte sich das Spiel zu einem eng umkämpften Derby. Zuerst konnte Eicher mit einer wohl regeltechnisch nicht ganz lupenreinen Stockaktion zum 3:3 ausgleichen. Kurz darauf stellten sich dann ebendieser Eicher und der United-Goalie nicht besonders geschickt an, so dass die Hausherren mit einem Treffer ins nahe Eck erneut in Führung gehen konnten. Die Zeit schien den Toggenburgern bereits auszugehen, als Rust in klassischer Haudegen-Manier den gegnerischen Torhüter zum wiederholten Ausgleich überlisten konnte. Schliesslich meinte es das Schicksal gut mit United II: ein riesiges Verkehrsaufkommen vor dem gegnerischen Tor verunmöglichte es der Abwehr des UHC Wängi, den von der Mittellinie abgegebenen Schuss von Eicher zu bereinigen. Somit konnte das erste Spiel knapp mit 5:4 gewonnen werden, auch wenn Wängi sich sicherlich einen Punkt verdient hätte.
Nach kurzer Pause trafen die Toggenburger knapp vor elf Uhr auf die Black Sticks aus Embrach. Kurz vor Weihnachten hatte man das eng umkämpfte Hinspiel mit 4:5 Toren verloren, somit wusste man um die offensiven Qualitäten des Gegners. Wiederum begann die Partie mit einem klassischen Choller-Tor, danach mussten sich die United-II-Spieler vornehmlich mit Abwehrarbeiten beschäftigen. Den Ausgleich musste man den Zürchern zugestehen, weitere Treffer wurden aber bis zur Pause nicht registriert. Obwohl auch United einige Chancen zu verzeichnen hatte, konnten die Black Sticks in den zweiten zwanzig Minuten ihre Chancen in Tore ummünzen. Die Gegentreffer fielen teils äusserst unglücklich: das 1:2 lenkte der Schreiberling mit einer missglückten Abwehr gleich ins eigene Gehäuse ab, während beim 1:4 der Schuh von Silvestri den Ball über die Linie beförderte. Einen kurzen Lichtblick für die Toggenburger ermöglichte Eicher mit einem gezielten Schuss ins weite Eck und dem Anschlusstreffer zum 2:4. Schliesslich konnten die Zürcher aber nochmals auf drei Tore davonziehen, wobei Silvestri in der Schlusssekunde beinahe noch das zweite Eigentor gelungen wäre. Trotz der 2:5-Niederlage war die Partie über weite Strecken ausgeglichen. Das Manko auf United-Seite kann einerseits im ungenügenden Zusammenspiel gesucht werden, andererseits fehlten mit Abdi, Negli und Benji gleich drei routinierte Kräfte in der Defensive. Obwohl nur zwei Punkte eingefahren wurden, war die Laune durchwegs gut bei den Toggenburgern – ein Sieg gegen den Angstgegner Wängi tröstet über manches hinweg. Somit fand dann auch der übernächtigte Mischa kurz vor dem zweiten Slalomlauf am Kuonisbergli endlich seine wohlverdiente Mütze Schlaf.

Für United Toggenburg II chügeleten:
HJS, Mischa “Sleepless in Wängi” Hinder, Rolfes, Tinu Silvestri, RS-Ruedi Rüegg, Sandro Seicher, Gehrig-San, Captain Hugi, el Presidente, Spielertrainer Räf, Flavour Bartli, Wasa-Lulu, Polizeibulle.

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