Im Januar beginnen jeweils die subsidiären H2-Einsätze Fahrt aufzunehmen, was dann schliesslich im besten H2 im April gipfelt. In diesem Jahr war der Samstag, 19. Jänner der Starttermin dafür – das erste Turnier der Rheintalliga in Feldkirch stand auf dem Menu.

Neu wird die Veranstaltung auf dem Kleinfeld ausgetragen – man glaubte mutig den präsidialen Worten und beschränkte sich auf ein minimes Kader: Nebst den H2-Söldnern Gitzigätz, Pocahontas, Rüstü und HJS verstärkten lediglich die u21-Zukunftshoffnungen Samu und Fabio das Team. Insbesondere Fabio zeigte sich gleich von Beginn an „off court“ als sehr wertvoll: Ob nun ein Spielbericht ausgefüllt werden musste (sehr wichtig!) oder bei eisigen Temperaturen die Tenus im Kofferraum geborgen werden sollten – er übernahm gleich sämtliche Aufgaben ohne zu Murren. Sportlich verlief die Angelegenheit dann doch nicht so aalglatt wie die Passstrasse in Wildhaus zuvor: Gegen die stets bis in die Haarspitzen motivierten Akteure der Vikinger Götzis I war auf dem ungewohnten Boden wenig zu machen, gleich mit 1:4 ging die initiale Affiche verloren.

Glücklicherweise konnten sich die Toggis danach gleich im Geräteraum gemütlich einrichten und beim Jassen neuen Mut fassen. Aufgrund Reinlischer Proteste gegen eine Wertung dieser Jasspunkte wurde auf eine Aufnahme in die Scorerliste verzichtet, herausgestrichten werden darf doch noch eine Spitzenpartie, in welcher Poci/Bodo die Gegner/Opfer Rüstü/Fabio gleich so deutlich bodigten, dass diese nur gerade 522 (!) Punkte in einem regulären 3.5k-Schieber schrieben. Die Aufwärmung zeigte auch sportlich Wirkung: Erfolgreich wurden die Feldkirch Knights (6:2), die Hotshots Innsbruck (5:0) und die Vikinger Götzis II (3:1) gebodigt, so dass der Finaleinzug doch noch herbeigeführt werden konnte.

Nach gröberen terminlichen Disputen wurde der Final endlich angepfiffen, die Gegnerschaft waren wiederum die Vikinger Götzis I. Erneut verlief der Start harzig: Trotz der geringen Spielerzahl handelte sich United Toggenburg eine Einminutenstrafe (sic!) aufgrund eines Wechselfehlers ein, rasch lagen sie mit 2:0 in Rückstand. Bis zum Spielende wurde diese Hypothek aber noch erfolgreich in ein 3:2 umgewandelt, besonders sehenswert war hier sicherlich der Hocheckschuss von Samu. Somit durfte Capitano Pocahontas für die Gelb-Schwarzen und unter jubelnder Meute den Pokal für die erste Platzierung in Empfang nehmen – gemeinsam mit den Finalgegnern wurde dies anschliessend in der Garderobe gebührend gefeiert.


Fünf Tage später begann für das H2 schon wieder der Trainingsalltag, aufgrund intensiver Aktivitäten von Frau Holle wurde aber der Schläger flugs gegen einen Davoserschlitten eingetauscht. Nach einem beachtlich raschen Aufstieg – trotz kleinerer Getränkepausen brauchte die erste Kohorte nicht einmal eine Stunde für die Höhenhatz – ging es im Restaurant Egg bei vorzüglichster Bewirtung an die Käsevernichtung. Die 11 Teilnehmer assen wie die Scheunendrescher, dennoch wurden immer wieder artigst Brotstücke, Kartoffelsäcke und geschmolzene Käsemischungen nachgereicht. Der obligate Jass, der diesmal tatsächlich für die Scorerliste zählt (regulärer H2-Termin), brachte mit Partyboy einen verdienten Sieger hervor. Somit wird er nach der Legende Wick Heinzli der zweite H1-Spier sein, der es lauter auf die H2-Scorerliste schafft.

Die Abfahrt brachte dann zahlreiche Hindernisse und Gefahren mit sich: Mal begab sich ein Schlitten wie von selbst auf die Piste, mal wartete eine Mauer aus hartgepresstem Schnee unerwartet auf, mal wurden urplötzlich Hindernisse auf der Fahrbahn erkennbar. Mehr oder weniger glimpflich lief das Ganze ab – einzig Lulu überstand die Geschichte nicht schadlos, gute Besserung an ihn von dieser Plattform aus. Wohlgenährt, durchgefroren und relaxed ging es wieder den Ricken hinab – die Energie- und Konditionsbalken sind für die nächsten H2-Spiele mehr als gefüllt.