Im Auftaktspiel der Ligaqualifikation siegt United Toggenburg gegen den UHC Laupen mit 5:2 Treffern. Die Toggenburger waren effizienter und kaltblütiger, mussten aber in einigen Szenen auch das Glück beanspruchen. Als positive Elemente müssen die konzentrierte Leistung und der volle Einsatz über 60 Spielminuten mitgenommen werden – nur so kann der Ligaerhalt bewerkstelligt werden.

Wald ZH – Vor einer beeindruckenden Kulisse wurde die Ligaquali-Serie gegen den UHC Laupen eröffnet, über 200 Zuschauer unterstützten beide Teams und sorgten für eine tolle Atmosphäre. United Toggenburg konnte für die Initialpartie auf das gesamte Kader zurückgreifen und war bestrebt, mit vollem Einsatz in die Serie einzusteigen, gleichzeitig wusste man um den Schwung und Elan, welchen sich die Spieler des UHC Laupen durch die erfolgreichen Playoff-Spiele sichern konnten.

Die Startminuten gehörten definitiv den Gästen, durch eine Doublette in Spielminute vier gingen sie auch in Führung: Zuerst traf Zwicker auf Zuspiel von Gyr mit einem präzisen Schuss in die hohe nahe Ecke, anschliessend stocherte Eicher einen Abschluss von Zwicker erfolgreich über die Torlinie. Das Heimteam zeigte sich aber nur kurz geschockt und fand rasch auch den Tritt in die Partie, nur zwei Minuten später gelang Kindlimann nach fehlender defensiver Zuordnung in der United-Abwehr der Anschlusstreffer. Nach einem harten Einsteigen von Eicher war die Verteidigung erneut gefordert, die erste Unterzahlsituation des Abends wurde aber erfolgreich ohne Gegentreffer überstanden. Gegen das Ende des ersten Spielabschnitts wurden die Toggenburger wieder dominanter und konnten die sich bietenden Räume gut nutzen, ein weiter Abschluss von Eicher auf Vorlage von Gyr brachte United Toggenburg wieder den Zweitorevorsprung ein.

Der Mittelabschnitt zeigte eine Zäsur im Spiel beider Mannschaften: In der ersten Hälfte waren die Toggenburger aktiver und liessen den Ball gut in ihren Reihen zirkulieren. Sinnbildlich dafür fiel auch der rasche Gegenstoss durch Zwicker und Michael Schwizer aus, der junge Schwizer erzielte dabei das 4:1 aus Sicht von United. Mit zunehmender Spieldauer wurde aber die Fehlerquote der St. Galler deutlich grösser, so dass das Heimteam vermehrt Chancen kreieren konnte. Kurz vor der Pause gelang Luginbühl so die Verkürzung auf 2:4, was das Momentum wieder auf die Seite des UHC Laupen brachte.

Gleich zu Beginn des Schlussdrittels boten sich dem UHC Laupen Aussichten auf eine weitere Verkürzung, Torhüter Liechti zeigte sich aber in exzellenter Form und konnte einige kritische Situationen erfolgreich entschärfen. Nach einem Handspiel eröffnete sich danach auch die erstmalige Überzahlgelegenheit für United Toggenburg. Geschickt nutzten die Toggenburger die sich bietenden Räume, eine rasche Passfolge über Zwicker, Abderhalden und Herger führte zum vorentscheidenden fünften United-Treffer. Die Moral der Hausherren blieb aber bis zum Schluss intakt, vehement setzten sie nun die United-Abwehr unter Druck. Dies spitzte sich nach einer Stockschlag-Strafe gegen Pargätzi zur Unzeit weiter zu, doch auch mit vier Feldspielern blieben die Ostschweizer gegen sechs anstürmende Zürcher schadlos. In den Schlusssekunden verpasste Zwicker um Haaresbreite seinen vierten Scorerpunkt des Abends, was aber am Erfolg von United Toggenburg nichts mehr änderte.

Für den weiteren Verlauf der Serie ist es wichtig, dass sich die Toggenburger von diesem Initialerfolg nicht blenden lassen. Noch fallen dem Forechecking des UHC Laupen zu viele eigene Bälle zum Opfer, noch werden zu viele eigene Angriffsbemühungen nicht konsequent in Abschlüsse umgemünzt. Konzentration, Einsatz und Tempo stimmten aber an diesem Abend – darauf müssen die Toggenburger für die kommenden Spiele aufbauen. Am kommenden Wochenende steht gleich eine Doppelrunde in dieser Serie an, erst wird am Samstag Spiel 2 im Ifang in Bazenheid ausgetragen (Anpfiff: 18.00 Uhr), anschliessend folgt am Sonntag erneut in der Elba in Wald Spiel 3 (Anpfiff 16.00 Uhr).

Für United Toggenburg spielten: Dario Liechti; Luzio, Resegatti; Eicher, Rüegg; Colin Gygax, Bruggmann; Landolt, Lukas Schwizer; Abderhalden, Frey, Herger; Rutishauser, Zwicker, Gyr; Michael Schwizer, Wöcke, Gygax; Pargätzi, Bruhin; Egli.