Wängi – In einem spannenden und hart umkämpften Spiel sichert sich das Team Toggenburg in der Nachspielzeit den dritten Saisonsieg gegen den Gastgeber Wängi. Trotz hoher Ballbesitzanteile und schönen Kombinationen hatten die Toggenburger mit einigen Widerständen zu kämpfen, bevor Sie den 5:4-Sieg nach Verlängerung über die Zeit brachten.

Für das Derby gegen den UHC Wängi stand ein solides Kader mit 19 motivierten Spielern für Keller und Bick zur Verfügung. Nach zwei Niederlagen in Folge wird es Zeit, wieder Punkte mit nach Hause zu nehmen. Im Kampf um den vierten Tabellenplatz gilt es, zusammen als Team aufzutreten.

Der Start gehörte den selbstbewussten Toggenburgern. Mit präzisen Passspielen sowie einer hohen Laufbereitschaft konnten Sie die Gegner tief in deren Hälfte drängen. Das erste Tor konnte jedoch erst in der zwölften Spielminute durch Burkhart auf Pass von Senn verwirklicht werden. Das Spielglück schien zunächst nicht auf der Seite der Toggenburger zu liegen: einige vielversprechende Chancen blieben ungenutzt oder konnten durch Wängi auf der Torlinie geklärt werden. Der Auftakt einer strafreichen Partie geschah nach einem Zweikampf von Tim Götte, der auf die Strafbank verwiesen wurde. Das Toggenburger Boxplay konnte zusammen mit Torwart Koller dichthalten. Kurz vor der Drittelspause gelang es B. Mahler, mit einer Zorroeinlage den Ausgleich für Wängi zu erzielen. Somit ging es unentschieden in die Drittelspause.

Den Toggenburgern war klar, dass es für drei Punkte mehr als nur ein gutes Zusammenspiel benötigen würde. Zu Beginn des zweiten Drittels wurde auch die erste Strafe wegen überhartem Körpereinsatz für Wängi ausgesprochen. Leider kam das Toggenburger Powerplay nicht an der engagierten Box von Wängi vorbei. In der 26. Spielminute gelang es wiederum B. Mahler durch einen Konter die Führung für Wängi zu erstellen. Die Toggenburger liessen sich auf das hektische Angriff-Konter Spiel von Wängi ein, wodurch sich das Spiel mehr und mehr zu Gunsten Wängis wendete. Unterstützt wurde dies zusätzlich durch zwei Toggenburger Strafen: in der 30. Spielminute wegen überhartem Körpereinsatz von Senn und in der 35. Spielminute durch Stossen von Captain Rutishauser. Durch eine solide und disziplinierte Box der Toggenburger konnte man nicht nur die gegnerischen Angriffe kontrollieren, sondern gleich einen Shorthander verwandeln. Auf Pass von C. Gygax erzielte Gallati in der Unterzahl den Ausgleich per Volley. Bereits zwei Minuten später revanchierte sich T. Sax und traf zum 2:3 für Wängi. 90 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels wurden die Toggenburger vor dem gegnerischen Tor gefoult und es wurde ein Penalty ausgesprochen. Resegatti täuschte den Torhüter und verwandelte souverän. Die Strafenserie setzte sich mit einer Zweiminutenstrafe für Burkhart wegen wiederholtem Vergehen fort. In der Unterzahl ging es in die zweite Pause.

Untentschieden und mit einem Mann weniger ging es ins Schlussdrittel. Gallati konnte durch offensives Pressing einen Ball in der Offensivzone erobern und diesen auf Rutishauser weiterleiten, welcher nicht zweimal gebittet werden musste. Toggenburg ging in Führung und riss das Spiel wieder an sich. Eine grosse Gelegenheit bot sich, als gleich zwei Spieler von Wängi innerhalb kurzer Zeit auf die Strafbank mussten – Haas wegen wiederholten Vergehens und Mahler wegen Bodenspiels. Damit ergab sich ein 5-gegen-3-Powerplay für Toggenburg. Doch trotz der numerischen Überlegenheit und guter Passkombinationen gelang es nicht, den Ball im Tor unterzubringen. Die ausgelassenen Chancen sollten sich rächen. Nur wenige Minuten später, in der 53. Minute, gelang es Wängi, durch M. Kammermann den Ausgleich zum 4:4 zu erzielen. Die letzten Minuten des Drittels blieben intensiv, doch es fiel kein weiterer Treffer, und so ging die Partie nach 60 Minuten ausgeglichen in die Verlängerung.

In der Verlängerung spielten die Toggenburger konsequent mit nur zwei Blöcken und erhöhten damit das Tempo und die Intensität. In der vierten Minute der Verlängerung erhielt Thurnheer eine Strafe wegen überhartem Körpereinsatz, was Toggenburg eine erneute Überzahlsituation bescherte. Doch auch in diesen zwei Minuten gelang es dem Team nicht, die entscheidende Lücke in der gegnerischen Verteidigung zu finden und Wängi verteidigte das Unentschieden hartnäckig. Die Entscheidung fiel schliesslich nach einem folgenschweren Wechselfehler auf Seiten Wängis: Büchel erkannte die Verwirrung, eroberte den Ball und schoss ihn präzise in die nahe Ecke zum viel umjubelten Siegtreffer für Toggenburg.

Der knappe Sieg zeigte klar die Stärken und Schwächen im Spiel der Toggenburger. Während das Powerplay ausbaufähig bleibt und in entscheidenden Momenten noch nicht die gewünschte Effizienz brachte, überzeugte das Boxplay auf ganzer Linie: Über die gesamten acht Minuten in Unterzahl liess die Defensive kein einziges Gegentor zu und agierte stets souverän. Mit diesem Einsatz konnte das Team am Ende zwei wertvolle Punkte mit nach Hause nehmen. Besonders erfreulich waren das engagierte Zusammenspiel und die hohe Spielmotivation, die das Team über die gesamte Partie hinweg an den Tag legte und die letztlich den Weg zum verdienten Sieg und dem vierten Tabellenplatz ebnete.

Weiter geht es für die Toggenburger am 2. November 2024 um 16:00 Uhr mit einem Heimspiel in der «Tal der Demut»-Halle in St. Gallen gegen die Kadetten Schaffhausen. Dieses Spiel findet auf dem neuen Unihockey-Rollboden statt. Weitere Infos dazu auf der Website.


United Toggenburg Bazenheid – UHC Wängi 5:4 n.V. (1:1, 2:2, 1:1, 1:0)

Dammbühlhalle, Wängi. SR Rüst/Maurer
Tore: 12. J. Burkhart (R. Senn) 1:0. 20. B. Mahler 1:1. 26. B. Mahler (Wettstein) 1:2. 36. F. Gallati (C. Gygax) 2:2. 38. T. Sax (Thurnheer) 2:3. 39. F. Resegatti (PS) 3:3. 43. B. Rutishauser (F. Gallati) 4:3. 53. M. Kammermann (Thurnheer) 4:4. 68. S. Büchel 5:4.

Strafen: 4 mal 2 Minuten gegen United Toggenburg, 4 mal 2 Minuten gegen UHC Wängi

United Toggenburg: Koller, Rutishauser, Gallati, Gygax, N. Brändle, Resegatti, Schönenberger, Landolt, Burkhart, C. Götte, Büchel, T. Götte, Bruhin, Lüthi, J. Brändle, Senn, Schefer, Wickli, Hilber, Zwingli, Liechti