Wattwil – In der 14. Runde traf die erste Mannschaft von United Toggenburg auf Winterthur United. Trotz klarer Leistungssteigerung gegenüber dem Hinspiel und starker Moral mussten sich die Toggenburger wiederum geschlagen geben. Die Partie endete mit 5:6 zugunsten der Zürcher.

In der zweiten Partie des Jahres 2026 konnten Bick und Keller auf 19 Feldspieler zurückgreifen. Ausserdem wurden sie an der Bande wiederum von Wickli unterstützt. Nach einer intensiven Trainingswoche wollte man gegen das unangenehme Winterthur United auf die Siegerstrasse zurückkehren.

Die Partie begann intensiv und war vorderhand geprägt von vielen harten Zweikämpfen. Gegen Mitte des ersten Abschnitts kam es auf beiden Seiten zu ersten gefährlicheren Abschlüssen. Die Gäste versuchten es dabei häufig aus der Distanz, was Koller jedoch nicht beunruhigen konnte. Die beste Möglichkeit konnten sich die Gastgeber in Person von Solenthaler notieren lassen. Sein Abschluss prallte aber vom weiten Pfosten in das Feld zurück. Das erste Drittel neigte sich bereits dem Ende zu, als das Skore doch noch eröffnet wurde. X. Amaro Dominguez erhielt viel freien Raum und nutze diesen gekonnt aus. Sein Abschluss fand den Weg via Innenpfosten in das Toggenburger Tor zur Gästeführung. Kurz darauf wollte Solenthaler einen Konter starten, wurde dabei jedoch regelwidrig von M. Schneider behindert. Dieser wurde dafür folgerichtig für zwei Minuten auf die Strafbank geschickt. Nach exakt zwei Minuten konnte Cerny die Überzahl doch noch ausnutzen. Er versenkte den Ball im hohen Eck zum 1:1 Ausgleich.

Die Toggenburger Coaches waren grundsätzlich angetan von der Leistung in den ersten zwanzig Minuten. Die Defensive war stabil, die offensiven Bemühungen hingegen waren noch ausbaufähig. Die Partie blieb auch im zweiten Spielabschnitt intensiv umkämpft und ging hin und her. Die Gäste hatten dabei die gefährlicheren Möglichkeiten. Kurz nach Spielmitte spielte Grin nach aussen auf Zollinger. Dieser genoss viel Raum, zog zur Mitte und traf zum neuerlichen Führungstreffer für die Zürcher. Nur wenig später stoppte M. Büchel Schefer mit einem Stockschlag und erhielt deswegen eine Zweiminutenstrafe. Kurz vor Ende des durchzogenen Powerplays der Toggenburger kam Lüthi zu einer guten Möglichkeit. Sein Abschluss wurde jedoch von der Winterthurer Abwehr mit vollem Einsatz geblockt. Auf der Gegenseite wurde kurz darauf nach einem unsauberen Wechsel der Gastgeber eine Strafe angezeigt. Camenisch wusste das Chaos in der Toggenburger Defensive auszunutzen und traf auf Zuspiel von Schueder zum 1:3. Knapp eine Minute vor Drittelsende wurde Tannheimer nach der Ballabgabe von X. Amaro Dominguez unsanft über die Bande spediert. Der Übeltäter erhielt dafür eine 2+2-Minutenstrafe aufgebrummt. Zwei Sekunden vor Drittelsende gab es nochmals einen Freistoss für die Toggenburger. Rutishauser reagierte gedankenschnell und bediente Resegatti. Dieser traf mit seinem halbhohen Abschluss eine Sekunde vor Drittelsende zum 2:3 Anschluss.

Die Gastgeber konnten somit den Schaden aus dem zweiten Drittel in Grenzen halten. Vor allem hatten sie mit einer beinahe zweiminütigen Überzahl zu Beginn des dritten Spielabschnitts eine grosse Möglichkeit zum Ausgleich. Die Überzahl konnte jedoch nicht reüssieren. Rund eine Minute nach Ablauf der Strafe entwischte auf der Gegenseite Kurmann nach Pass von Saxer. Er liess Koller keine Abwehrchance und traf zum 2:4. Kurz darauf musste mit Schefer zum ersten Mal an diesem Abend ein Toggenburger auf die Strafbank. Er hatte sich eines Stockschlages schuldig gemacht. Das Toggenburger Boxplay liess jedoch nur wenig zu. Daraufhin zeigten sich die Gastgeber vermehrt in der Offensive und setzten die Gästeverteidiger stärker unter Druck. Dies führte zu einigen Ballgewinnen. Solenthaler und Schönenberger scheiterten jedoch an Korhonen im Gästetor. Brändle machte es in der 50. Spielminute besser. Er umspielte Korhonen gekonnte und weckte mit dem 3:4 die Hoffnungen des Heimteams. Unterstützt wurden sie kurz darauf durch eine weitere Strafe gegen die Gäste. Zum zweiten Mal durfte M. Büchel auf der Strafbank Platz nehmen. Nach einem Abschluss von Resegatti konnte Captain Bruhin den Abpraller zum Ausgleich verwerten. Das Powerplay durfte somit den dritten Treffer bejubeln. Die Gastgeber waren nun definitiv am Drücker. Nach einem Befreiungsschlag der Gäste kam der Ball zu Schefer. Dieser traf wunderschön aus der Distanz zur erstmaligen Führung der Toggenburger. Der Gäste-Staff reagierte daraufhin mit dem Time-Out. Keine Minute später profitierte M. Schneider von einem Ballverlust in der Toggenburger Defensive. Er bediente Schueder, der aus der Distanz souverän zum 5:5 Ausgleich traf. Nun stand das Spiel auf Messers Schneide. Dabei gelang Winterthur United der Lucky Punch. Kurmann nutzte eine Unordnung in der Defensive des Heimteams und spielte einen starken Pass auf Saxer. Dieser liess sich nicht zweimal bitten und traf per Flachschuss zum umjubelten 5:6. Die Toggenburger schwächten sich daraufhin selbst, da Burkhart wegen überharten Körpereinsatz eine Zweiminutenstrafe erhielt. Diese Strafe, wie auch alle vorhergehenden Strafen, wurde von den stets souveränen Schiedsrichtern völlig zurecht ausgesprochen. Die Gastgeber konnten die Unterzahl überstehen und kamen noch einmal zu einem letzten Angriff, doch der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen. Die Partie endete somit 5:6 zuungunsten der Toggenburger.

United Toggenburg musste somit die zweite Niederlage in Folge einstecken. Damit ist der Vorsprung auf die Zweitplatzierten Rangers Grabs-Werdenberg auf 2 Punkte geschrumpft. Gegen ebendiesen Gegner steht am kommenden Samstag das nächste Spiel an. Anpfiff dieser wegweisenden Partie ist um 17:00 Uhr in der Schulanlage Unterdorf in Grabs.


United Toggenburg Bazenheid – UHC Winterthur United 5:6 (1:1, 1:2, 3:3)
Ifang, Bazenheid. SR Gubser/Bösch.

United Toggenburg: Koller; Resegatti, Landolt; Schefer, Tannheimer; Burkhart, D’Intino; Schwizer, Gygax; Rutishauser, Cerny, J. Röthlisberger; Bruhin, Lüthi, Solenthaler; Brändle, Kammermann, Schönenberger; J. Röthlisberger, Hilber; Liechti.